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Gewalt gegen Frauen

Metallskulptur: Frauenkopf

Gewalt gegen Frauen

„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren“ - Artikel 1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 ließe den Schluss zu, dass Menschen unabhängig von ihrer geschlechtlichen Zuordnung die gleichen, unveräußerlichen und unteilbaren Rechte haben. Die Entwicklung bis heute zeigt in der Realität ein anderes Bild.

Mädchen und Frauen werden Menschenrechte wie selbstverständlich vorenthalten. Sie sind häufig Betroffene von Menschenrechtsverletzungen. Ob es sich um die Unterdrückung durch staatliche Institutionen oder Gruppierungen handelt oder um Übergriffe von Familienangehörigen in Form der so genannten „häuslichen Gewalt“.

Menschenrechtsverletzungen an Mädchen und Frauen sind facettenreich. Sie bleiben vielfach unerkannt oder unbeachtet oder werden als selbstverständlich hingenommen.

Ursachen für die Menschenrechtsverletzungen

Verschiedene Studien belegen, Ursachen für geschlechtsspezifische Menschenrechtsverletzungen sind insbesondere in Werte-, Rollen- und Verhaltensmuster patriarchalisch geprägter Gesellschaftsformen zu finden, in traditionell oder religiös begründetem Praktiken oder strukturellen geschlechtsspezifischen Benachteiligungen beim Zugang zu Nahrung, Bildung, Gesundheitswesen und beruflicher Qualifikation. Hinzu kommen (Bürger-)Kriege, die regelmäßig für Frauen erhöhte Gefahren bedeuten.

Leistungsangebote

Rechtsanwältin Kalthegener berät Betroffene von sexualisierter Gewalt.

Sie fertigt Expertisen und Gutachten an.

Zudem informiert sie über besondere Problembereiche, wie Frauenhandel, Zwangsverheiratung, "Ehren"-mord (Verbrechen im Namen der Ehre) und Genitalverstümmelung. 

Hinweise zu weiteren Leistungen finden Sie unter Strafrecht, Lobby- & Politikberatung und Seminare & Projekte

Publizierte Beiträge zu einzelnen Problembereichen von Gewalt gegen Mädchen und Frauen finden Sie unter Veröffentlichungen.

Nationaler Integrationsplan

In Folge des Integrationsgipfels am 14. Juli 2006 wurde der Nationale Integrationsplan (NIP) erarbeitet und am 12. Juli 2007 von Bundeskanzlerin Angelika Merkel vorgestellt. Rechtsanwältin Kalthegener arbeitete für die Organisation TERRE DES FEMMES mit in der Arbeitsgruppe 4 "Lebenssituation von Frauen und Mädchen verbessern, Gleichberechtigung verwirklichen", Unterarbeitsgruppe 1 "Integration durch Recht; "Partizipation" (S. 87 ff. des NIP).